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Selbsthilfe im Ortenaukreis

Zur Zeit gibt es allein im Ortenaukreis ca. 220 Selbsthilfegruppen. Auf den folgenden Seiten wird dargelegt,

  • welche Gruppen es konkret im Ortenaukreis gibt und wie man Kontakt zu ihnen aufnimmt,
  • bei welchen Krankheiten / Problembereichen es zwar keine laufende Gruppe gibt, aber Betroffene an einem Austausch interessiert sind, und
  • welche Gruppen derzeit gegründet werden sollen.

Darüber hinaus informiert die Selbsthilfekontaktstelle über überregionaleSelbsthilfeorganisationen und Selbsthilfeangebote im Internet.

Was sind Selbsthilfegruppen?

Einer englischen Definition zur Folge sind Selbsthilfegruppen Zusammenschlüsse von Menschen, die an der gleichen Krankheit / dem gleichen Problem leiden und gemeinsam etwas dagegen unternehmen wollen. Die Briten neigen zu Pragmatismus und eigentlich ist mit dieser Definition auch schon alles wesentliche gesagt.

Ergänzend können noch folgende Wesensmerkmale herausgehoben werden: Die Freiwilligkeit der Teilnahme, die Regelmäßigkeit der Gruppentreffen, die Gleichberechtigung aller Teilnehmer/-innen, die Eigenverantwortlichkeit und das gemeinsame Treffen von Entscheidungen. Wichtig: Selbsthilfegruppen haben keine professionelle Leitung.

Was Gruppen nach innen bewirken, lässt sich mit den Buchstaben A - E - I - O - U zusammenfassen:

A wie Auffangen

Betroffene sind oft verzweifelt oder einsam und haben das Gefühl, alleingelassen zu sein. Deshalb ist eine der wichtigsten Aufgaben der Gruppe, im ersten Moment ein Beistand für diejenigen zu sein, die Anschluss suchen und potentielle Gruppenmitglieder dort abzuholen, wo sie sich gemäß ihrer Krankheitsentwicklung befinden.

E wie Ermutigen

Die Selbsthilfegruppe hilft mit, das Leben mit der Krankheit erträglich zu machen. Die TN dienen sich gegenseitig als Beispiel dafür, dass man es schaffen kann und dass es einen Weg der Bewältigung gibt.

I wie Informieren

Das dritte wichtige Ziel ist es, Informationen an die Gruppenmitglieder weiterzugeben. Das kann durch das Vermitteln von professioneller Hilfe, durch gemeinsame Arbeit an Literatur oder Texten oder auch durch das Einladen von Experten/-innen geschehen. Die TN werden so zu Experten für ihre eigene Situation.

O wie Orientieren

Selbsthilfegruppen bieten den gegenseitigen Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen, die das gleiche Problem haben. Sie können sich bei anderen orientieren, wie diese mit Problemen umgehen, mit denen sie konfrontiert sind. Die Gruppenmitglieder übernehmen so für einander Vorbildfunktion und erfahren für ihre eigenen Probleme Verständnis und Solidarität.

U wie Unterhalten

Die Bindung der Gruppenmitglieder untereinander ist für viele ebenfalls wichtig. Bei den Treffen muss es nicht nur um die Erkrankung gehen. Vielmehr bietet die Gruppe auch die Möglichkeit, lange vernachlässigte positive Erfahrungsbereiche wieder zu erschließen. Aus der Gruppe heraus können sich über den "fachlichen" Kontakt hinaus auch Freundschaften entwickeln.

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